Deutschland ist beim Urlaubsanspruch Schlusslicht
Deutschland gehört beim gesetzlichen Urlaubsanspruch offenbar zu den Schlusslichtern in Europa. Mit 20 Tagen zählt Deutschland zu den Ländern, die den geringsten gesetzlichen Anspruch haben, wie eine am Dienstag in Frankfurt am Main vorgestellte Studie der Unternehmensberatung Mercer zeigt. In der Realität hätten deutsche Arbeitnehmer jedoch deutlich mehr Urlaubstage, als der Gesetzgeber vorschreibe. Vertraglich stünden den meisten Beschäftigten 30 Tage Urlaub im Jahr zu, so die Autoren der Studie.
In anderen europäischen Ländern liege der gesetzliche Urlaubsanspruch teilweise deutlich höher als in Deutschland. So stünden Arbeitnehmern in Großbritannien 28 Tage zu. Polen liege mit
26 Tagen knapp dahinter, gefolgt von Österreich, Schweden und Norwegen mit je 25 Tagen. Zusammen mit Deutschland bildeten unter anderem Belgien, Italien, Lettland, die Schweiz, die Slowakei und Zypern das Schlusslicht in Europa.
Im weltweiten Vergleich hätten Arbeitnehmer in Finnland, Brasilien und Frankreich mit 30 Tagen im Jahr den höchsten gesetzlich festgelegten Urlaub. Beschäftigte in China und Kanada gehörten mit zehn Tagen zu den Arbeitnehmern mit dem weltweit niedrigsten Urlaubsanspruch. In vielen Ländern hängt der Studie zufolge die Anzahl der gesetzlich zugesicherten Urlaubstage von der Beschäftigungsdauer ab.
Für die Studie seien weltweit die Urlaubsregelungen in über 40 Ländern untersucht worden. Der Vergleich basiere auf dem gesetzlichen Anspruch eines Mitarbeiters, der fünf Tage die Woche arbeitet und seit zehn Jahren im Unternehmen tätig ist.
(ddp/travelpedia)
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