Erneut Küstenabbruch auf Insel Rügen
Nach einem Küstenabbruch im Nordosten der Insel Rügen haben Retter am Dienstagabend ergebnislos nach möglicherweise verschütteten Personen gesucht. Wie die Polizei am Mittwoch auf ddp-Anfrage mitteilte, waren am frühen Abend an den Wissower Klinken nahe Sassnitz etwa 400 Kubikmeter Erdreich und Kreide von der Steilküste abgestürzt. Eine Touristin hatte ohne Sichtkontakt zur Absturzstelle den Aufschlag wahrgenommen und die Polizei telefonisch benachrichtigt. Nach ihrer Wahrnehmung sollen sich kurz vorher mehrere Spaziergänger in den Strandbereich der 20 Meter langen Absturzstelle begeben haben.
Die Polizei ortete die Abbruchstelle von einem Hubschrauber aus. Feuerwehren und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes begannen danach mit Grabungen in der vier Meter hohen und fünf Meter breiten Aufschüttung. Aus Greifswald wurden zwei Suchhunde mit ihren Führerinnen eingeflogen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche aus Sicherheitsgründen vorläufig abgebrochen, da weitere Erdbewegungen an der 40 Meter hohen Steilküste nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung der Maßnahmen soll an diesem Morgen getroffen werden.
In den letzten Jahren war es auf Rügen mehrfach zu spektakulären Küstenabbrüchen gekommen, meist jedoch nach intensiven Niederschlägen. Vergleichbare Witterungsbedingungen gab es in dem Bereich in den letzten Tagen jedoch nicht.
(ddp/travelpedia)
Diese Beiträge könnten Sie interessieren: