Erneut Küstenabbruch auf Insel Rügen

Nach einem Küstenabbruch im Nordosten der Insel Rügen haben Retter am Dienstagabend ergebnislos nach möglicherweise verschütteten Personen gesucht. Wie die Polizei am Mittwoch auf ddp-Anfrage mitteilte, waren am frühen Abend an den Wissower Klinken nahe Sassnitz etwa 400 Kubikmeter Erdreich und Kreide von der Steilküste abgestürzt. Eine Touristin hatte ohne Sichtkontakt zur Absturzstelle den Aufschlag wahrgenommen und die Polizei telefonisch benachrichtigt. Nach ihrer Wahrnehmung sollen sich kurz vorher mehrere Spaziergänger in den Strandbereich der 20 Meter langen Absturzstelle begeben haben.

Die Polizei ortete die Abbruchstelle von einem Hubschrauber aus. Feuerwehren und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes begannen danach mit Grabungen in der vier Meter hohen und fünf Meter breiten Aufschüttung. Aus Greifswald wurden zwei Suchhunde mit ihren Führerinnen eingeflogen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche aus Sicherheitsgründen vorläufig abgebrochen, da weitere Erdbewegungen an der 40 Meter hohen Steilküste nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung der Maßnahmen soll an diesem Morgen getroffen werden.

In den letzten Jahren war es auf Rügen mehrfach zu spektakulären Küstenabbrüchen gekommen, meist jedoch nach intensiven Niederschlägen. Vergleichbare Witterungsbedingungen gab es in dem Bereich in den letzten Tagen jedoch nicht.

(ddp/travelpedia)

Diese Beiträge könnten Sie interessieren:

  1. Tour mit Elektrofahrrad auf Rügen
  2. Rügen mit dem Elektrofahrrad erkunden
  3. Rügen schließt Lücke im Radwegenetz
  4. Klassenfahrt nach Rügen statt Rom
  5. Finnlines startet ab Rügen ins Baltikum
  6. GdF ruft Kasseler Fluglotsen erneut zum Streik auf
  7. Mandelblüte in der Pfalz
  8. Historie der Insel Föhr kennen lernen

Autor: redaktion
Datum: Mittwoch, 28. Juli 2010 7:29
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben