Schlechtes Frühjahrswetter verhindert Wachstum in Tourismusbranche
Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusbranche hat in der Vorsaison wetterbedingt die Zuwachsraten des Vorjahreszeitraums verfehlt. Nach dem langen Winter und kaltem Frühjahr habe auch der Monat Mai noch keine Besserung bei den Übernachtungszahlen gebracht, teilte das Statistische Amt am Dienstag in Schwerin mit. Die Zahl der Übernachtungen im Mai ging gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp sechs Prozent auf rund 2,6 Millionen zurück. Die Gästeankünfte verringerten sich um 5,5 Prozent auf etwa 707 000.
Für die ersten fünf Monate des Jahres weist die Statistik mit insgesamt sieben Millionen Übernachtungen sieben Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahrzeitraum aus. Mit 1,9 Millionen fiel die Zahl der Gästeankünfte um 7,2 Prozent geringer aus.
In Hotels und Gasthöfen wurden im Mai 1,2 Millionen Übernachtungen registriert, das waren 5,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Ferienhäuser und -wohnungen verzeichneten laut Statistik einen Rückgang der Übernachtungen um 3,3 Prozent auf 833 000. Die Campingplätze mussten mit 300 000 Übernachtungen ein deutliches Minus von 17,1 Prozent gegenüber Mai 2009 hinnehmen.
Nach dem Ende der Bundesgartenschau (BUGA) in Schwerin verbuchte Westmecklenburg mit fast 18 Prozent einen überdurchschnittlichen Rückgang bei den Gästeübernachtungen. Die Mecklenburgische Ostseeküste kam auf ein Minus von 8,8 Prozent, Vorpommern auf fast fünf Prozent weniger Übernachtungen. Die Inseln Rügen und Hiddensee erreichten moderate Einbußen von 1,6 Prozent.
Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusbranche hatte 2009 mit 28,4 Millionen Übernachtungen einen Rekordwert erreicht. Vor allem die BUGA zwischen April und Oktober trug zur bislang besten Tourismusbilanz bei.
(ddp/travelpedia)
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