2010 wird wird herausforderndes Jahr für Tourismus
Nach Einbußen im vergangenen Jahr sieht der Deutsche ReiseVerband (DRV) 2010 als «herausforderndes Jahr» für die einheimische Tourismusbranche. Der Buchungstrend für den Sommer zeige nach oben, sagte DRV-Präsident Klaus Laepple am Mittwoch auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. «Die Lust auf Sommerurlaub steigt.» Die Frühbucheranreize mit Preisabschlägen motivierten viele, sich rechtzeitig ihre Ziele für die Sommerferien zu sichern.
Laepple rechnet damit, dass sich in diesem Jahr die Zahl der Reisenden stabilisiert. Die um fünf bis acht Prozent niedrigeren Preise gegenüber dem Vorjahr böten für viele Stimulanz genug, einen Urlaub zu buchen. Im vergangenen Jahr waren 38,2 Millionen Gäste mit Veranstaltern auf Reisen. Das war ein Minus von zwei Prozent gegenüber 2008.
Eine Prognose zur Umsatzentwicklung der Reiseveranstalter wollte der DRV-Präsident nicht abgegeben. Dies wäre «fahrlässig». Dazu sollten die nächsten zwei bis drei Monate abgewartet werden. Denn noch sei unklar, ob die gesunkenen Preise etwa dazu genutzt würden, den Urlaub etwas länger zu buchen. Im vergangenen Jahr hatten die Reiseveranstalter einen Umsatzrückgang von rund drei Prozent auf 20,8 Milliarden Euro verzeichnet.
Der DRV kritisierte zugleich die Zustände an Flughäfen in einigen der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen etwa in Spanien, Ägypten, Griechenland und auf den Malediven. So gebe es vermehrt Beschwerden über eine schleppende Abfertigung und überfüllte Warteräume, sagte Laepple. Diese Eindrücke blieben bei den Reisenden haften und trübten die Urlaubsfreude nachhaltig.
Gefordert wurde, im Interesse der Touristen mehr Geld in die Modernisierung der touristischen Infrastruktur zu investieren. Nur mittels eines guten Preis-Leistungsverhältnisses bei der Reise, und dazu zählten auch die die An- und Abreise, hielten die Gäste einem Reiseziel auch langfristig die Treue.
(ddp/travelpedia)
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