Schmalspurbahnen in Sachsen verzeichnen knapp eine halbe Million Fahrgäste
Knapp eine halbe Million Ausflügler und Pendler haben im vergangenen Jahr die Weißeritztalbahn und die Lößnitzgrundbahn genutzt. Auf der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg nach Dippoldiswalde wurden knapp 240 000 Fahrgäste gezählt, wie der stellvertretende Betriebsleiter des Betreibers Sächsische Dampfeisenbahn-Gesellschaft, Mirko Froß, am Donnerstag in Dresden mitteilte. Fast ein Drittel der Passagiere seien Familien oder Gruppen gewesen. Die Weißeritztalbahn war nach Flutschäden im Sommer 2002 erst im Dezember 2008 wieder in Betrieb genommen worden.
Die Lößnitzgrundbahn von Radebeul-Ost nach Radeburg habe im vergangenen Jahr mit 217 000 Passagieren einen Fahrgastrekord aufgestellt. Im Jahr 2008 seien 5000 Menschen weniger in den Zügen auf dieser Schmalspurstrecke unterwegs gewesen. Auch für die Lößnitzgrundbahn hätten mehr als 30 Prozent der Fahrgäste die
Gruppen- und Familientickets genutzt. Im September 2009 war die Kleinbahn im Landkreis Meißen in die Schlagzeilen geraten, nachdem beim Fest zum 125. Bestehen der Strecke zwei Züge frontal zusammengestoßen waren. Mehr als 100 Menschen wurden dabei verletzt.
Trotz dieses Unfalls werde es in diesem Jahr auf beiden Strecken wieder Schmalspurbahn-Feste mit Zusatzzügen geben, teilten der Betreiber mit. Inzwischen erfüllen die beiden Strecken trotz täglichen Planbetriebs überwiegend touristische Funktionen. Oberelbe Tours, das Tourismusbüro des Verkehrsverbundes Oberelbe, organisiert und vermittelt in diesem Jahr nach eigenen Angaben mehr als 60 Feste, Wandertouren und Ausfahrten für Ausflügler entlang der beiden Schmalspurbahnstrecken vor den Toren Dresdens.
(ddp/travelpedia)
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