Passagierrückgang und weniger Umsatz am Flughafen Dresden
Der Flughafen Dresden International hat von Januar bis November 2009 acht Prozent weniger Passagiere abgefertigt als im Vorjahreszeitraum. Wie Geschäftsführer Michael Hupe am Mittwoch sagte, wurden gut 1,6 Millionen Fluggäste gezählt. Hupe rechnet beim Umsatz in diesem Jahr mit einem Minus von 2,7 Prozent im Vorjahresvergleich und prognostiziert einen Jahresumsatz von 39 Millionen Euro.
Zusätzliche Einnahmen habe der Flughafen insbesondere durch zahlreiche Flugzeugenteisungen im vergangenen Winter erzielen können, hieß es. Im November konnte der Flughafen zum ersten Mal in diesem Jahr einen leichten Zugewinn bei den Passagierzahlen erreichen.
«Dieser Lichtblick stimmt uns für 2010 verhalten optimistisch», sagte Hupe. «Das Jahr hat deutlich gezeigt, dass die Verkehrszahlen des Flughafens eng an die wirtschaftliche Entwicklung der Region Dresden gekoppelt sind», betonte Hupe. Die Absatzprobleme im Maschinen- und Anlagenbau, aber auch der Halbleiterindustrie, schlügen sich in der Statistik wieder. «Allein die Qimonda-Insolvenz dürfte einen Rückgang von etwa 10 000 Passagieren pro Jahr durch entfallene Dienstreisen und verminderte Nachfrage nach Urlaubsflügen verursachen», schätzte er.
Fluglinien und Veranstalter nahmen als Reaktion auf die schwindende Nachfrage Kapazitäten aus dem Markt.Im Dresdner Flugplan standen in diesem Jahr den Angaben zufolge bis zu 280 Starts pro Woche zu 50 Zielen in 13 Ländern.
Mehrere prominente Passagiere nutzten in diesem Jahr den Flughafen, darunter US-Präsident Barack Obama, Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin, die dänische Königin Margrethe II. sowie Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker und Popstar Elton John.
Im kommenden Jahr wird der Flughafen Dresden 75 Jahre alt, was am 18. und 19. September mit einem Fest gefeiert werden soll.
(ddp/travelpedia)
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