Schadenersatzklage wegen falscher Reisedokumente
Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf will am 23. Dezember ein Urteil im Fall einer ungewöhnlichen Schadenersatzklage einer Familie gegen die Stadt Solingen verkünden. Das teilte ein Justizsprecher am Mittwoch mit.
Laut Gericht hatte die Familie eine Reise in die Vereinigten Staaten nicht antreten können, weil die Stadtverwaltung Solingen für den Nachwuchs der Familie lediglich einen Kinderausweis ausgestellt hatte. Vorgeschrieben für die Einreise in die USA sei allerdings ein elektronischer Reisepass, sagte ein Justizsprecher. Jetzt solle die Stadt für die Reisestorno-Kosten in Höhe von 4500 Euro aufkommen.
Die Chancen der Familie stünden allerdings eher schlecht, erklärte das Gericht. Der zuständige Richter sagte zum Prozessauftakt, die Stadtverwaltung sei nicht verpflichtet, auf entsprechende Reisebestimmungen hinzuweisen. Vielmehr müssten sich Reisende vor einem Urlaub selbst darum kümmern. Die Familie gibt an, sie habe bei der Stadtverwaltung explizit auf die USA-Reise hingewiesen und dennoch einen Kinderausweis bekommen.
(ddp/travelpedia)
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